|
MARY´S BOY CHILD
by Bony M - Art

Fast 3 Jahrzehnte ist es her, dass der erste Mensch in Hamburg an Aids erkrankte. Seitdem sind ca. 2500 Menschen in der Hansestadt an der Immunschwächekrankheit AIDS gestorben. Dennoch nehmen viele Jugendliche das Thema auf die leichte Schulter. Umfragen zum Weltaidstag ergaben: Viele haben keine Ahnung. Spätestens jetzt: Sollten wir erkennen, wie wichtig Prävention- und somit die Arbeit wie z. B. von der Hamburger Institution Hein & Fiete ist.
   
Wir haben das Thema ‚Aids' in der Schule nie behandelt", erzählen die Kinder. Vielen Anderen erging es ähnlich. Die Aufklärungskampagnen der 80er und 90er Jahre sind längst Geschichte. Der Hamburger Pastor und Aidsseelsorger Detlev Gause bedauert das. „Jede Generation muss neu aufgeklärt werden", so Pastor Gause, der Nahe am Thema ist, diesem nachgeht.– „Jugendliche wissen wenig über Ansteckungswege“ er mahnt: „Kranke nicht ausgrenzen!“ – Diese Diskriminierungen sind des Pastors täglich Arbeit. Denn wegen Demütigungen unterschiedlichster Art kommen die HIV-Infizierten zu ihm, um sich Trost und Unterstützung zu holen.– Da sind einmal ausgerechnet - Gott lob nicht alle - Ärzte, die keine Zeit für HIV-Patienten proklamieren. Aus Angst, vermutet Pastor Gause, andere Patienten zu verlieren. Manche behandeln Infizierte außerhalb ihrer regulären Arbeitszeit, um den Kontakt zu anderen Patienten zu unterbinden. Da sind zum anderen die Pflegeheime, die Aidskranke nicht aufnehmen. In Hamburg leben ca. 7000 HIV-Positive, die meisten schwule Männer. 2011 haben sich 200 Hamburger neu angesteckt. Eine Ansteckung ist möglich, wenn Blut, Sperma oder Scheidenflüssigkeit ins Blutsystem des Partners gelangt. Keine Gefahr besteht beim Küssen, Hautkontakt, Anhusten, auf der Toilette, im Schwimmbad etc.
Mangelnde Kenntnis...
´Sogenannte Freunde oder gar Verwandte, die sich abwenden! – Auch im Job gibt es oft Probleme`, weiß Gause. Einem seiner Schützlinge wurde seine eigene Toilette zugewiesen. Ein anderer bekam mit, dass sein Arbeitsplatz mit Sagrotan desinfiziert wurde, nachdem er ging - als ob Aids eine bakterielle Infektion wäre! – „Die Leute wissen zu wenig über die Ansteckungswege".Kein Wunder, dass viele Infizierte ihr Geheimnis lieber für sich behalten. Doch auch dieses ewige Versteckspiel ist für viele eine Belastung. „Wir müssen das Tabu aufbrechen!“
           
INFIZIERUNGSGEFAHR: Beim Küssen, wenn einen Jemand anhustet oder anniest, oder auch auf der Toilette. Wegen der Bakterien! Selbst wenn man einem HIV-Infizierten die Hand gibt und sich danach das Auge reibt, kann man sich anstecken." (So die beiden Jungs!)
Ibrahim K. (21-li) und
Markus Florian S. (19-re),
Azubis aus Eidelstedt
glauben „Mit HIV kann
man sich ganz leicht
anstecken!“
= FALSCH!
Aids ist keine bakterielle Infektion, sondern eine Virus-Erkrankung. Deshalb kann man sich eben NICHT auf der Toilette, bei Husten, Küssen oder Handgeben infizieren.
„Man kann sich durch Sex, Speichel- oder Blutkontakt infizieren. Auch beim Küssen, wenn man eine Wunde im Mund hat. Und man hat da ja immer kleine Stellen."
Was man(n) wissen sollte!
Eine Infektion durch Küssen wurde bisher nicht nachgewiesen. Die Viren-Anzahl im Speichel ist zu gering. „Aids ist ein Virus, das durch Blut und über die Schleimhäute übertragen wird.
Es schwächt das Immunsystem und kann nicht mit Antibiotika bekämpft werden. Die einzige Möglichkeit, sich zu schützen, sind Kondome.
„Aids kann man beim ungeschützten Sex ohne Kondom bekommen oder bei Kontakt mit dem Blut eines HIV-Infizierten.
» Auch bei einem Mückenstich kann man sich anstecken, wenn die Mücke vorher einen HIV-Positiven gestochen hat."
Fazit: » Letzteres ist falsch. Bei einem Mückenstich kann man sich nicht anstecken / infizieren.

|